Besonders für Fotografen eignen sich soziale Netzwerke gut um potenziellen Kunden ihre Arbeit in Form von geschossen Bildern vorzustellen und auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Aber welche Netzwerke eignen sich dazu für Fotografen am besten?

Zum einen wäre das wohl Facebook, mit 1,35 Milliarden Usern das größte soziale Netzwerk weltweit. Facebook wird zwar in schöner Regelmäßigkeit nachgesagt, dass es die besten Tage schon hinter sich hat, aber mal ganz ehrlich: Kennen sie einen Fotografen, der keine Facebook-Seite für seine Werke hat? Richtig: Praktisch jeder hat eine Facebook-Seite, weil das Netzwerk nach wie vor das populärste und am meisten besuchte auf dem Markt ist. Für Fotografen gilt deshalb: Posten Sie regelmäßig ihre besten Fotos und Links auf ihrer Profilseite und sie erreichen potenziell eine höhere Anzahl  an Menschen als auf jeder anderen Plattform.

Um ihre Facebook-Seite möglichst schnell einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, folgen Sie am besten anderen Fotografen und liken sie deren Einträge. Das können Postings sein, die sie selber gut finden und von Accounts stammen, die in etwa dieselbe Anzahl von Abonnenten haben wie sie. Außerdem sollten sie auch unbedingt Industrievertretern (wie z.B. Hersteller oder Händler), Galerien oder Leuten aus dem Bereich Journalismus folgen. Das Wichtigste ist hierbei,  mit seinen Follower zu kommunizieren, indem man zum Beispiel Fragen an sie richtet. Die meisten User wissen es zu schätzen, wenn ihre Meinung erwünscht ist und sie das Gefühl haben, durch konstruktive Kritik an einer Seite mitwirken zu können.

Ebenfalls eine geeignete Plattform ist Pinterest . Diese visuelle Bookmarking-Seite ist komplett bildbasiert und damit der Ideale Treffpunkt für Fotografen. Was bei Facebook das Profil ist, ist hier eine virtuelle Pinnwand, an die User ihre Texte und Bilder heften können. Auch bei Pinterest kann man die Werke anderer kommentieren und auf die eigene Pinnwand übernehmen. Wie bei anderen sozialen Netzwerken steht die Gemeinschaft hier an erster Stelle. Seien sie also ruhig großzügig beim Pinnen von Inhalten. Nehmen Sie nicht nur ihre Fotos, sondern zollen sie auch anderen Usern Respekt, indem sie ihre Werke auf ihre Wand übernehmen. Pinterest-Boards können sehr einfach über Google gefunden werden, also bietet es sich an sucherfreundliche Begriffe zu wählen, damit Sie dieses Aufmerksamkeits-Plus sinnvoll ausnutzen.

Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt dann noch Instagram –hübsch, bunt und quadratisch. Es ist das soziale Netzwerk mit der im Augenblick höchsten User-Neuanmeldungsdichte. Viele Fotografen sehen Instagram als einen unnötigen Zeitvertreib für Teenager an – doch in Wahrheit ist es viel mehr. Mit Hilfe von Filtern und verschiedenen Tools – wie zum Beispiel Helligkeit, Kontrast oder Sättigung – wird es dem User schnell, einfach und ohne die Hilfe anderer Apps ermöglicht , Bilder zu  bearbeiten und ihnen so „einen persönlichen Touch“ zu geben.

Es gibt bereits eine Vielzahl an Fotografen, die schon einen Instagram-Account besitzen, ist ein professioneller Austausch sehr einfach. Zudem kann man sich leicht von Fotografen-Kollegen inspirieren lassen, in dem man sich ihre Accounts mal etwas genauer anschaut. Um auf Instagram mehr Follower zu bekommen, empfiehlt es sich, Hashtags zu benutzen, durch die ein Bild von anderen Usern gefunden werden kann. So „lockt“ man möglichste viele Interessierte auf den eigenen Account und gewinnt eventuell neue Follower. Wichtig ist, dass die eigenen Veröffentlichungen einem gewissen roten Faden folgen sollten, der einen Wiedererkennungswert des Accounts schafft. Das kann beispielsweise ein bestimmtes Thema sein (z.B. Natur oder Sommerbilder oder ein bestimmter Filter) oder eine bestimmte Art, wie man die Bilder bearbeitet. Zusätzlich sollte man in seiner Biographie auf das Nötigste beschränken und zu viele nervende Emojis  verwenden.

Weniger geeignet für Fotografen ist unserer Meinung nach dagegen das Netzwerk Tumblr. Zugegeben, mit seinen 207,3 Millionen Usern steht diese Website an der vierten Stelle der meist genutzten sozialen Netzwerke in Deutschland. Aber Tumblr eignet sich eher für Hobbyfotografen, da man es dort schwer hat, aus der Masse herauszustechen: Die Bilderflut ist einfach zu hoch und die Qualität der Fotos insgesamt eher niedrig. Wer Tumblr trotzdem mal ausprobieren möchte – die Registrierung ist sehr einfach: Man gibt E-Mail-Adresse, Passwort und Name der Seite an und los geht’s. Netter Feature von Tumblr: Man kann bequem timen, wann ein Eintrag veröffentlicht werden soll.

Damit bliebe nur noch das Foto-Netzwerk Flickr übrig: Seit einigen Jahren gehört die Plattform zu Yahoo. Im Zuge einer Neuausrichtung wurde jedem Flickr-Konto ein Speicherplatz von 1TB zur Verfügung gestellt. Das ist der bei weitem größte Speicherplatz aller bekannten Dienste. Bei Flickr wird es dem User ermöglicht, Fotos und Videos in Alben zu organisieren und genau festzulegen, wer diese Bilder sehen kann. Außerdem gibt es tausende Gruppen zu den unterschiedlichsten Themen. Die Vielfalt ist riesig und die Bilder sind größtenteils sehr sehenswert. Jeder der ein professioneller Fotograf ist oder werden will, sollte sich deshalb einen Flickr-Account zulegen. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Ihnen nicht auf Anhieb Tausende von Leuten folgen – hier geht es mehr um den Austausch verschiedener Fotografen als darum, viele Follower zu bekommen.

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass es genügend Netzwerke gibt, auf denen man um Aufmerksamkeit buhlen kann. Allerdings ist der Wettbewerb durch die leichte Benutzerführung auch dementsprechend groß. Versuchen Sie daher, mit Ihren Fotos auch mal aus der Komfort-Zone zu kommen und außergewöhnliche Bilder zu posten, die man in der Art noch nicht so häufig gesehen hat. Und vor allem gilt: Kommunizieren Sie mit Ihren Followern, posten Sie regelmäßig seien Sie in der Community aktiv, indem Sie auch fremde Werke liken und kommentieren. Für weitere Tipps können Sie sich gerne jederzeit auch an uns wenden. Wir beraten Sie gerne oder pflegen auf Wunsch auch die Accounts unserer Kunden. Sie erreichen uns unter 0221- 33 77 090 oder per Mail an socialmediaATmittelpunkt-media.de